Evaluation

Evaluation: Professionelle Unterstützung von Projekten und Organisationslernen.

Evaluation ist die systematische, wissenschaftliche Bewertung von Programmen, Projekten oder Maßnahmen. Es gibt drei Arten der Evaluation, die sich in ihren Vorgehensweisen deutlich unterscheiden:

  • die summative Evaluation
  • die formative Evaluation
  • die systemische Evaluierung

Die summative Evaluation beinhaltet eine abschließende Erfolgskontrolle z.B. einer Personalentwicklungsmaßnahme. Bewertet wird hier anhand von vier Perspektiven: Die Zufriedenheit der Zielgruppen mit der Maßnahme, die durch die Maßnahmen ausgelösten Veränderungen von Haltungen oder Verhalten, die erzielten Veränderungen in der Aufgabenwahrnehmung sowie der daraus resultierenden Nutzen für die Organisation.

Evaluation im formativen Sinne umfasst die Begleitung von Projekten oder Programmen, damit diese mit hoher Zielrationalität, Reflexion und Feinsteuerung umgesetzt werden können. Die Evaluation beginnt mit der Projektplanung und gewährleistet, dass im Projektverlauf erfolgskritische Informationen und Daten erhoben und für die Projektsteuerung genutzt werden. Die formative Evaluation nimmt im Projekt eine zentrale, führungsunterstützende Rolle ein. Sie schafft Datentransparenz, Entscheidungssicherheit und „Bodenhaftung“.

Bei der systemischen Evaluierung geht es nicht darum, objektive Daten zur Bewertung von Maßnahmen zu liefern, sondern verschiedene, gleichwertige Wirklichkeitskonstruktionen zu versammeln und Diskussions- und  Aushandlungsprozesse in Gang zu bringen. Die Evaluierung differenziert den Reflexionsprozess  und fokussiert ihn durch eine wissenschaftlich orientierte Systematik der Datengewinnung und –Auswertung (Reflexionsarchitekturen). Wichtig ist dabei der Aufbau organisationaler Kommunikationssettings und interaktionsorientierter Erhebungen. Das Konzept der „Lernenden Organisation“ sensibilisiert dafür, dass regelmäßig Selbstauswertungsprozesse notwendig sind, um die Anpassungs- und Lernfähigkeit der Organisation zu erhöhen. Evaluierung kann durch eine gelungene Kombination aus Fremd- und Selbstevaluierung einen wertvollen Beitrag leisten, die Selbstauswertungsfähigkeit der Organisation zu erhöhen.

Aufgaben eines projektexternen Evaluators

Die wichtigsten Aufgaben eines projektexternen Evaluators sind
 

  • die Unterstützung bei der Klärung und Präzisierung der Ziele
  • die Strukturierung der Arbeitsschritte, damit die Planung,  Bestandsaufnahme, Konzeption und Umsetzung eines Vorhabens gut verzahnt ineinander greifen und in sich stimmig sind
  • die Sicherstellung einer fundierten Datenlage in allen Projektphasen
  • die regelmäßige Projektreflexion, damit alle Verantwortlichen eine umfassende Landkarte des „Status-quo“ haben und die folgenden Schritte darauf abstimmen
  • die Dokumentation des Projektfortschrittes einschließlich der intendierten und nicht-intendierten Wirkungen, der Einflussfaktoren im Projektverlauf und natürlich der Ergebnisse mit Blick auf die gesetzten und im Verlauf geänderten Ziele
  • die Lieferung von Informationen zur Verbesserung der Maßnahmen und einem effizienteren Mittteleinsatz

Ihre Ansprechpartner rund um das Thema Evaluation

Responsive Evaluation eines Projektes zur Einführung der integrierten Versorgung in einer Klinik

Im Allgemeinen beschreibt das Konzept der Integrierten Versorgung (IV) eine relativ neue, vom Gesetzgeber geförderte Versorgungsform. Durch diese gesetzliche Regelung wird es ermöglicht, dass Krankenkassen Verträge über eine verschiedene Leistungssektoren übergreifende Versorgung der Versicherten oder eine interdisziplinär-fachübergreifende Versorgung mit bestimmten Leistungserbringern, z.B. zugelassenen Ärzten und Trägern von Krankenhäusern, abschließen können.

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