Führungsberatung

Automotives
Werkstattführungskräfte

Die Situation:
Ein Unternehmen der Automobilzulieferer-Industrie hatte seinen gesamten Produktionsbereich umorganisiert. Die Schaffung produktbezogener Einheiten, der Wegfall von Hierarchie-Ebenen im mittleren Management, die Verlagerung von Verantwortung und Kompetenzen auf nachgelagerte Ebenen und die stufenweise Einführung von Gruppenarbeit für die Werker bedeutete eine tiefgreifende Veränderung der Führungsaufgaben, vor allem bei den Meistern. Gerade diese Gruppe ist jedoch traditionellerweise am wenigsten auf die Führung von eigenverantwortlichen Mitarbeitern vorbereitet worden.

Die Maßnahmen:
Alle betroffenen Meister analysierten in Workshops ihre aktuellen Probleme in der Führung und Zusammenarbeit mit Kollegen, Mitarbeitern und auch Vorgesetzten. Sie definierten die Anforderungen, die ihre neuen Aufgaben vor allem im Bereich der sozialen Kompetenzen stellten, und entwickelten gemeinsam einen Katalog von verhaltensbezogenen Spielregeln, die ihnen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und der Erreichung ihrer Ziele behilflich sein sollten.
Die Meister verpflichteten sich zur Einhaltung dieser Spielregeln in ihrer täglichen Arbeit. In drei folgenden Seminarblöcken wurde die Umsetzung der Verhaltensregeln trainiert, von jedem Teilnehmer wurden zu jeder Regel konkrete unternehmenszielbezogene Aktivitäten geplant und in Form von Commitments (Selbstverpflichtungen) verbindlich gemacht. Die Umsetzung dieser Commitments wurde von internen Trainern begleitet. Erfahrungen aus diesen Projekten waren wiederum Gegenstand der nächsten Veranstaltung.

Der Ausblick:
Nach der geplanten Serie von vier Veranstaltungen unter externer Begleitung haben die Meister die Fortführung des Projekts in eigener Verantwortung übernommen. Das Selbstverständnis dieser Führungskräfte ist verändert, sie beginnen, ihre Freiräume aktiv zu gestalten. Das Projekt wird mit weiteren Zielgruppen fortgesetzt.