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Dr. Stefan Pennig

Interdisziplinäres Denken begleitet und prägt mich seit meiner Ausbildung. Durch mein Parallelstudium von Psychologie und Betriebwirtschaftslehre - mit Ausflügen in die Philosphie, Soziologie und Theologie - bin ich stets mit sehr verschiedenen Anschauungen, Kulturen und Paradigmen konfrontiert worden, die ich als spannend und befruchtend erlebt habe. Dies setzte sich dann auch in meinem beruflichen Werdegang als selbständiger Berater, Trainer, Coach, Supervisor und Wissenschaftler fort, da der Wandel meiner Tätigkeitschwerpunkte und die Verknüpfung unterschiedlicher Perspektiven stets zu meinem Arbeitsalltag gehörten und gehören. Auch meine Zusatzqualifikationen zeichnen dieses breite Profil: Verhaltenstherapie, Gruppendynamik, systemische Beratung, Human Capital Management ...

Wissenschaft und Praxis, Psychologie und Managementdenken zu integrieren, war dann auch mein Anspruch der Dissertation, da ich als Berater und Praktiker verstanden hatte, dass die Personalentwicklung zunehmend unter Legitimationsdruck gerät und mich als Wissenschaftler die Entwicklung belastbarer Ansätze zum Nachweis der strategischen und ökonomischen Bedeutung der PE begeisterte. Zu dieser Zeit wurde mit der "Balanced Scorecard" die Hoffnung verbunden, dass auch in den Chefetagen die weichen Faktoren "endlich" als strategische Erfolgsgrößen gewürdigt werden. Heute ist klar, dass dies noch ein langer Weg ist, der über methodische Ansätze allein sicherlich nicht zu beschreiten ist.

Der inhatliche, rote Faden in dieser Vielfalt: Ich berate seit über 25 Jahren Organisationen in Sachen „Führung“. Dazu gehört die individuelle Unterstützung von Führungskräften in der Personalführung und –entwicklung sowie maßgeschneiderte Führungskräfteentwicklungsprogramme. Gute Führung braucht „Tools“. Ob im Mitarbeitergespräch, bei der Beurteilung von Leistungs- und Potenzialträgern oder bei der Einschätzung der Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeiter im Rahmen einer Mitarbeiterbefragung. Ich begleite meine Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung von Führungsinstrumenten, die die strategischen Ziele der Organisation realisieren. Ein bedeutender Kulturfaktor für Unternehmen ist die richtige Besetzung von Führungspositionen sei es durch externe Bewerber oder aus internen Reihen. Eine valide Auswahl ist daher inhaltlich und wirtschaftlich geboten. Ich unterstütze Organisationen im Profit und Non-Profit-Bereich durch eine professionelle und praxisnahe Eignungsdiagnostik im Rahmen von Einzel- oder Gruppen-Assessments oder Management-Audits. 

Eine Herzensangelegenheit von mir ist die Nachwuchsförderung. Hier bieten sich die aussichtsreichsten Möglichkeiten, Führungskompetenz und Führungsverhalten effektiv zu verändern und auf die Zukunftsanforderungen auszurichten. Der Nachwuchs erwartet heute einen transparenten und attraktiven „Weg zur Führung“, der fair und anspruchsvoll ist. Ich gestalte mit meinen Kunden diesen Prozess, die dazu gehörigen Entwicklungsformate, deren Herzstück eine individuelle Potenzialanalyse ist. Sie orientiert sich an den Werten und Haltungen, die von einer Führungskraft gefordert sind und bietet dem „Kandidaten“ die Chance, selbst zu prüfen, ob Führung ein geeigneter Karriereweg für ihn ist.

Die begleitende Evaluation von Programmen und Projekten ist seit 15 Jahren ein wichtiger Bestandteil meiner Beratungstätigkeit Auch Evaluation ist für mich ein Element, das der Führung dient und ihr Datentransparenz, Entscheidungssicherheit und „Bodenhaftung“ geben kann. Sie liefert Wissensgrundlagen für weiterführende Entscheidungen im Sinne einer „lernenden Organisation“.

Häufig greife ich Entwicklungen auf oder mir werden Themen anvertraut, die nicht zu meinem klassischen Repertoire gehören. Meine Erfahrung zeigt: Gerade dies bietet Chancen für beide Seiten, da ich eine "frische" Perspektive vermitteln kann und ich selbst davon profitiere. Während meiner fast 30jährigen Beratungsarbeit war der Wandel das Beständige und ich selbst Spielgelbild der Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei war es immer mein Antrieb aus der Vielfalt, der Widersprüchlichkeit und dem alltäglichen „Chaos“ eine strukturierte Landschaft zu gestalten, die für alle Beteiligten in der Organisation Sinn stiftet, die Rollenklarheit fördert und die eine Teilhabe ermöglicht.

Geboren 1961 in Düsseldorf, bin ich aufgewachen in Westfalen. Studiert habe ich (viele Semester) in Münster, bevor ich vor einigen Jahren an den Rand des Ruhrgebiets gezogen bin. Bei aller Vielfalt und Veränderung empfinde ich mich durchaus als bodenständig. Wenn ich nicht Berater geworden wäre, hätte ich vermutlich heute ein kleines Gourmet-Restaurant, mein leidenschaftliches Hobby wäre mein Beruf und ich bewegte mich quasi hauptamtlich zwischen den verschiedenen kulinarischen Welten Europas und manchmal  auch "Cross-over". Ich bin aber guter Dinge, dass dies nicht so gekommen ist.